Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Bürgerinitative (BI) Wolfhager Land "Keine Windkraft in unsern Wäldern" ist kein Gegner der Windenergie. Aber Standorte für regenerativer Energie müssen auch sozialen und ökologischen Kriterien entsprechen und nicht nur wirtschaftlichen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Wolfhagen!
Endlich ist es soweit:
Aber Vorsicht! Es wird versucht, Ihnen einzureden, auch so würde alles nachvollziehbar und mit Bürgerbeteiligung laufen. In Wirklichkeit wird ein weiteres Mal versucht, die einäugige Festlegung auf einen sensiblen Standort durch die Hintertür an der Bevölkerung vorbei zu mogeln. Die zugesagte Bürgerbeteiligung findet genauso wenig statt, wie die ergebnisoffene Prüfung von Alternativen!
Man ist sogar bereit, dafür zeitweise auf jegliche Steuerung der Windkraft im Gebiet der Stadt Wolfhagen zu verzichten! Das bedeutet: Auf Grund des Mehrheitsbeschlusses von CDU und SPD vom 01.12.2011 kann zur Zeit jeder Investor an jeder Stelle der Wolfhager Gemarkung einen Antrag auf Bau von Windrädern stellen. Diese Anträge dürfen nur ein Jahr zurückgestellt werden und können von der Stadt Wolfhagen nun nicht mehr verhindert werden!
Der „normale“ Weg, der auch vom Regierungspräsidium eindringlich empfoh- len wurde, lautet: Zuerst einen rechtsgültigen Flächennutzungsplan aufstellen! Denn der Regionalplan, der normalerweise die Windkraftplanung steuern würde, wurde vom Verwaltungsgerichtshof schon im März wegen fehlender Klarheit für ungültig erklärt.
Der Flächennutzungsplan soll aber, trotz der Empfehlung des Regierungspräsidiums, erst nach der Genehmigung für den Standort Rödeser Berg beschlossen werden. Die Bürger Wolfhagens sollen also nachträglich den von einigen Stadtpolitikern gewünschten Windpark abnicken.
Warum diese Eile bei Verwaltung und Stadtverordneten? Ach so, die Stadtwerke haben ja bereits ohne rechtsgültigen Bebauungsplan für 20 Millionen Euro Windräder bestellt....
Wir kommen in den nächsten Tagen zu Ihnen und bitten
um Ihre Unterschrift.

Petition Nr. 1008/2010 – Rede Petent Peter Kranz
"Die Petition richtet sich gegen die Freigabe von Wäldern für Windkraftanlagen ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne Anpassung der Regional- und Bauleitplanung. Bei dem konkreten Fall handelt es sich um den „Rödeser Berg“, .... . Hier sollen vier jeweils 180m hohe Windräder auf einem bewaldeten Bergrücken errichtet werden.
Das Verwaltungsgericht Kassel hat den Regionalplan Nordhessen mit der dort ausgewiesenen Windvorrangfläche „Rödeser Berg“ für ungültig erklärt. Der gültige regionale Flächennutzungsplan, aus dem sich der Bebauungsplan entwickelt, sieht für dieses Waldgebiet keine Windenergieanlagen vor. Damit steht der Flächennutzungsplan dem geplanten Windpark als öffentlicher Belang entgegen. Auch aus der übergeordneten Planungsebene des Regionalplans lässt sich die Planung eines Windparks an dieser Stelle nicht herleiten.
Im Jahr 2000 haben alle politischen Parteien in Wolfhagen den gesamten Bereich um den „Rödeser Berg“ für Windenergieanlagen abgelehnt. Bereits damals gab es die gleichen rechtlichen Gründe, die in den letzen 3 Jahren durch umfangreiche naturschutzfachliche und avifaunistische Erhebungen noch verstärkt wurden. Diese Ergebnisse sind aber bislang nicht in die offiziellen Unterlagen der Behörden aufgenommen bzw. berücksichtigt worden.
Das Regierungspräsidium Kassel hat bestätigt, dass über 2.000 Einwendungen von Bürgern gegen den Bau der Windräder an dieser Stelle eingegangen sind und dass die Obere und Untere Naturschutzbehörde sowie die Vogelschutzwarte diesen Standort als sehr kritisch beurteilen. Die Stadt Wolfhagen hingegen weigert sich, über alternative Standorte, z.B. im bestehenden interkommunalen Windpark; zu diskutieren bzw. eine Bürgerbefragung durchzuführen.
Der zuständigen Behörde beim Regierungspräsidium (Obere Naturschutzbehörde) sowie beim Landkreis Kassel (Untere Naturschutzbehörde) liegen bereits seit über 1 Jahr von Biologen und Mitgliedern des BUND Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland und des NABU Naturschutzbund Hessen sowie von Mitarbeitern der Universität Kassel erhobene Daten vor. Danach ist das Waldgebiet aufgrund der dort festgestellten 24 europäisch geschützten Arten in die höchste Naturschutzstufe 4 einzustufen. Diese Hochstufung wird aufgrund des starken politischen Drucks, zusätzliche Flächen für Windkraftanlagen bereitzustellen, verzögert.
Trotzdem wurde dem Bau eines Windmessmasten zugestimmt, obwohl der Standort als potenzieller Dauerlebensraum der Wildkatze in Frage kommt und aktuelle Wildkatzennachweise aus unmittelbarer Nähe des Messmasten vorliegen. Es wurde nicht einmal geprüft, wie viele Wildkatzen dort leben und ob dort auf Grund der guten strukturellen Eignung Jungtiere groß gezogen werden. Damit wurde bereits im Vorfeld der Genehmigung der Windräder allein durch den Aufbau eines Windmessmasten gegen deutsches und europäisches Naturschutzrecht verstoßen. Die Behauptung, der Windmessmast diene der Untersuchung der Tierwelt ist nicht stichhaltig. Lediglich Bat-Dedektoren mit sehr begrenzter Reichweite sind an dem Mast geplant. Irgendwelche für die Genehmigungsfähigkeit notwendigen belastbaren Daten sind daraus nicht abzuleiten. Hingegen ist der Messmast selbst bereits eine Störung des Habitats und seiner empfindlichen Arten und schafft damit vollendete Tatsachen.
Das unmittelbar zum Rödeser Berg benachbarte naturnahe Erpetal wird z.B. regelmäßig vom Schwarzstorch als Nahrungshabitat besucht. Die direkte Verbindung zu seinem Horststandort kreuzt dabei den Standort der geplanten Windkraftanlagen. Nur etwas mehr als 1000 m entfernt brütet der Rotmilan, der auch schon im Wald des Rödeser Bergs gesichtet wurde.
Diese Projekte müssen vor der Genehmigung einer gründlichen Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Sie dürfen nur genehmigt werden, wenn die Prüfung ergeben hat, dass die Erhaltungsziele für das Gebiet nicht gefährdet werden. Alle wildlebenden Vogelarten, die im europäischen Gebiet der EU-Mitgliedstaaten heimisch sind, stehen unter dem Schutz der Vogelschutzrichtlinie und ergänzend dazu der Habitatrichtlinie. Beide Richtlinien fordern sicherzustellen, dass jedes Projekt im Hinblick auf seine Auswirkungen auf Vogelarten geprüft wird.
Wir fordern von den örtlichen Behörden in Bezug auf die Standortwahl, Planung, Konzipierung, Errichtung und den Betrieb solcher Anlagen die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt von neutralen Gutachtern prüfen zu lassen.
Insbesondere sind die Behörden verpflichtet, die registrierten Wildkatzen, die Fledermausvorkommen und die brütenden Vögel zu erheben. Die letzte Veröffentlichung der Behörde stammt aus 2009 und wurde, wie bereits ausgeführt, trotz neuer Datenerhebungen nicht aktualisiert.
Das Gebiet, in dem die vier Windräder für mindestens 20 Jahre aufgestellt werden sollen, ist von hoher Bedeutung für die dort festgestellten 24 besonders zu schützenden Tierarten. Dies auch im Hinblick auf die durchziehenden oder rastenden Vögel."
Den vollständigen Text der Petition finden Sie hier.
Zur Pressemitteilung der Grünen, zum Protokoll und zum Video bitte hier klicken.
Eine Analyse des Labors für Wildtiergenetik der Senckenberg-Forschungsstation in Geinhausen brachte es nun an den Tag: Das anhand der auf dem Rödeser Berg vorzufindenden Lebensraumstrukturen lange vermutete Wildkatzen-Vorkommen existiert tatsächlich. Denn die an dieses Institut vor Beginn der Baumaßnahmen (29. Mai 2011) eingesandte Haarprobe stammt von einem mit Baldrian besprühten Holzpflock in unmittelbarer Nähe des geplanten Windmessturmes. Das am 1. August eingetroffene Ergebnis ist als weiterer Beleg für die Unvereinbarkeit von regenerativer Energieerzeugung und Naturschutzerfordernissen an diesem Standort zu werten. Aber auch der unmittelbar bevorstehende Bau des Windmessturmes ist aufgrund dieses Befundes hier vorerst nicht mehr möglich. Denn eine Fortsetzung der begonnenen Störung ohne Berücksichtigung der vorliegenden Information könnte sich bald als Straftat erweisen.
1992 erließ der Rat der Europäischen Gemeinschaft die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, deren Ziel die Sicherung des europäischen Naturerbes ist. Die Wildkatze wurde dabei in den „Anhang IV" als streng zu schützende Tierart aufgenommen. Diese Richtlinie sieht ausdrücklich vor, dass nicht nur die Tierart selbst, sondern auch ihre Ruhestätten und Fortpflanzungsorte geschützt sind. In Artikel 12 wird verfügt, dass ein strenges Schutzsystem zu verwirklichen ist, welches Fang, Tötung und auch Störung verhindert.
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 10.01.2006 ist Jede Beschädigung oder Vernichtung der Fortpflanzungs- und Ruhestätten verboten". Hierbei kann daraufhingewiesen werden, dass im Gesetzestext das Wort „absichtlich" fehlt, selbst unabsichtliche Handlungen werden also miteinbezogen.
Von diesen artenschutzrechtlichen Bedingungen kann nur abgewichen werden, „sofern es keine anderweitigen zufriedenstellenden Lösungen gibt und unter der Bedingung, dass die Population der betroffen Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz der Ausnahmeregelung in einem günstigen Erhaltungszustand verweilt". Das Hessische Naturschutzgesetz setzt die Vorgaben der europäischen FFH-Richtlinie in § 6 um, in der die Wildkatze aufgeführt ist. Den sofort informierten Naturschutzbehörden kommt die Pflicht einer naturschutzfachlichen Neubewertung des geplanten Eingriffes zu.
Das nordhessische Wildkatzenvorkommen ist als überregional bedeutend zu werten. Denn unserem Raum kommt eine wichtige Brückenfunktion zwischen den verinselten Populationen in Niedersachsen (Harz, Bramwald, Solling) und denen in Nordrhein-Westfalen, Rheinlandpfalz und Südhessen zu. Der BUND Hessen legte kürzlich einen „Wildkatzen-Wegeplan" vor. Der Rödeser Berg ist darin vermutlich viel mehr als bloß ein Trittstein. Nach wie vor zählt die sehr scheue Art zu den ganz seltenen Geschöpfen.
Fazit: Die Wildkatze kommt im Kerngebiet des geplanten Windparkes vor. Die Verwirklichung des Windparkes wäre aufgrund der massiven Strukturveränderungen mit einer dauerhaften Lebensraum-Vernichtung verbunden. Jede weitere aktuelle Störung ist unverzüglich zumindest so lange zu beenden, bevor nicht weitere Informationen über die Anzahl der dort lebenden Tiere und die Funktion des Rödeser Berges als Vermehrungsstätte vorliegen. Die Windwurf-Flächen bieten mit ihren Wurzeltellern, Reisighaufen und Mäusereichtum beste Voraussetzungen für eine Kinderstube. Anstatt Natur und Landschaft unserer Heimat aufs Spiel zu setzen, sollten allein vorbelastete Standorte für die Windenergienutzung in Betracht gezogen werden.
Ein Bagger hat den Weg von der "Drehscheibe" in Richtung Wartheberg auf einer Länge von ca. 50m ausgekoffert und mit Kalkschotter befüllt. Eine offizielle Information der Stadt Wolfhagen kennen wir nicht.
Der Widerstand gegen den Windwahn in unserer Heimat wächst. Der Verlauf des Bürgerentscheides in Bad Arolsen bestärkt uns in unserem zweijährigen Kampf gegen den Wahnsinn am Rödeser Berg nicht nachzulassen.
Auch die Wolfhager Bevölkerung ist gegen Riesenrotoren an falschen Standorten. Die BI „Keine Windräder in unseren Wäldern“ möchte Ihnen hiermit einen aktuellen Sachstand präsentieren.
Hier StattAnzeiger der BI downloaden
Nach über zweijährigem Widerstand gegen den Plan der Stadtwerke Wolfhagen, fünf fernsehturmhohe Windriesen am Rödeser Berg zu bauen, wächst die Zahl der Menschen im Wolfhager Land, die dieser geplanten Vernichtung eines wertvollen Teils unserer Heimat nicht tatenlos zusehen werden.
In bislang 100 BI-Sitzungen und einer Vielzahl weiterer Aktionen und Publikationen, wurde die absurde Fehlplanung seitens der Stadtwerke Wolfhagen und ihres derzeitigen Geschäftsführers Rühl offenkundig.
Der Rödeser Berg ist weder naturschutzfachlich noch landschaftsplanerisch geeignet als Standort für fünf 180 m hohe Windgiganten herzuhalten.
Alle Gutachten der Naturschutzbehörden, sowie der länderübergreifenden,staatlichen Vogelschutzwarte kommen ebenso zu diesem Ergebnis, wie auch eine Vielzahl von Naturschutzverbänden und -vereinen (u.a. NaBu Hessen, HGON, Kreisjagdverein, Waldeck.Heimat- und Gebirgsverein, etc.) .
Zudem ist der von M. Rühl versprochene wirtschaftliche Ertrag höchst fragwürdig. Vergleichbare Anlagen an erheblich besseren Standorten (vgl. Hilchenbach, 200m höhergelegen im Rothaargebirge) liegen weit hinter den unseriösen Prognosen der Stadtwerke am Rödeser Berg zurück.
Soll hier auf Biegen und Brechen ein ökonomisch fragwürdiges und ökologisch schädliches Projekt gegen den breiten Widerstand der Wolfhager Bevölkerung mit der Brechsange durchgesetzt werden?
Der Rödeser Berg gilt offenkundig für die Windindustrie und ihrer Lobby in Politik und Wirtschaft als Präzedenzfall für die flächendeckende Verheerung unserer Mittelgebirgskuppen durch fernsehturmhohe, grell blitzende Riesenrotoren.
Neben Wolfhagen, wo drei neue Standorte für diese Mammutanlagen im Regionalplan ausgewiesen sind, sind ebensolche auch in Bad Arolsen, Breuna, Landau und Schauenburg in unserer Heimat beabsichtigt.
Der Bürgerentscheid in Bad Arolsen zeigt eindeutig, was die Menschen von diesem Grössenwahn halten: Die überwältigende Mehrheit der Wähler lehnte den Plan fünfzehn 180 m hohe Windriesen im Stadtwald zu bauen ab. Das Fehlen von 0,6 % gültiger Wählerstimmen an der rechtlichen Wirksamkeit des Bürgerentscheids zeigt, wie sehr die etablierten Parteien bei der kommenden Kommunalwahl im März 2011 zittern müssen !
Wer gegen den erkennbaren Widerstand der Mehrheit der Bevölkerung höchst fragwürdige und landschaftszerstörende Projekte durchsetzten will, wird - wie bereits beim letzten Bürgerentscheid in Wolfhagen (AM RIESEN 2007) - scheitern !
Hände weg vom Rödeser Berg !!!
Rotmilan
Im weiteren Umfeld des Rödeser Berges sind im Jahr 2010 insgesamt 11 besetzte Rotmilanhorste nachgewiesen worden. Damit erreicht der Rotmilan in diesem Gebiet eine überdurchschnittliche Dichte (etwa drei- bis vierfach höher als der hessische Durchschnitt). Nach der Kategorisierung der avifaunistisehen Bewertungsstufe entspricht dies der höchsten Stufe 4, die die Nutzung für Windkraft ausschließt (siehe unten). Im näheren 3 km-Umfeld des Rödeser Berges sind vier besetzte Rotmilanhorste bekannt (Der von den Stadtwerken Wolfhagen bestellte Gutachter hat nur drei Horste entdeckt, den vierten, am nächsten zum Rödeser Berg befindlichen, vermutet er als unbesetzt). Da es sich bei dem Rödeser Berg um einen relativ schmalen bewaldeten Höhenzug handelt, kommen Überflüge durch Rotmilane vor, zwei Sichtungen von Rotmilanen im Waldbestand sind bereits bekannt.
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch hat in etwa 6 km Entfernung nordöstlich zu den geplanten Windenergieanlagen seinen Horst. Er nutzt nachweislich die Erpe als Nahrungsgewässer. Der für den Schwarzstorch potenziell am Besten geeignete Teil der Erpe (naturnah, ohne Straßenverkehr, schwer zugänglich) befindet sich südwestlich des Rödeser Bergs (Der von den Stadtwerken Wolfhagen bestellte Gutachter hat den Nachweis des Schwarzstorchs nicht erbracht, er hat diesen Bereich des Erpetals vermutlich nicht untersucht). Damit würden die geplanten Windenergieanlagen genau im rechten Winkel zwischen Schwarzstorchhorst und Nahrungsgewässer stehen.
Kranich
Der Kranichzug findet jedes Jahr über dem Rödeser Berg statt. An drei Tagen Anfang Oktober wurden z.B. bei Zufallsbeobachtungen über 400 Tiere gezählt. Die geschätzten Flughöhen lagen dabei zwischen 100 und 350 Metern. Die geplanten Windenergieanlagen werden Höhen bis 185 Meter erreichen und genau im rechten Winkel zu der Hauptzugrichtung der Kraniche stehen (Der von den Stadtwerken bestellte Gutachter konnte keinen Kranichzug nachweisen, da er in der Hauptzugzeit nicht vor Ort war.). Rastende Kraniche wurden zwischen Nothfelden und Oberelsungen beobachtet.
weitere Vogelarten
Am Rödeser Berg und in seinem Umfeld gibt es Brutnachweise von weiteren bemerkenswerten Vogelarten, die potenziell von Windenergieanlagen betroffen sein können z.B. Wespenbussard, Uhu, Waldkauz, Waldohreule, Kolkrabe (Der von den Stadtwerken bestellte Gutachter konnte nur den Wespenbussard nachweisen). Außerdem wird der Rödeser Teich von Fischadlern genutzt und auf dem Rödeser Berg brüten Mäusebussarde.
Ausschlußflächen für Windenergienutzung
Das von Bernshausen, Kreuziger, Korn und Stübing in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte in 2008 erarbeitete vierstufige Bewertungssystem gibt an, dass Rotmilandichten ab 5 Paaren/20 km automatisch zu einer Ausschlussfläche fuhren. Allein dieser im Bereich Rödeser Berg deutlich überschrittene Wert müsste zu einer Einstufung in die avifaunistische Bewertungsstufe 4 fuhren. Vogelschutzwarte und Obere Naturschutzbehörde haben zu den Windkraftplänen am Rödeser Berg ablehnende Stellungnahmen geschrieben, eine Einstufung in Bewertungstufe 4 blieb bisher jedoch aus.
Fledermäuse
Bei probeweisen Bat-Detektor-Begehungen des Rödeser Bergs konnte eine hohe Rufaktivität festgestellt werden. Nachgewiesen sind Großer Abendsegler, Kleiner Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus, Rauhautfledermaus, Mopsfledermaus und Fransenfledermaus. Bemerkenswert ist der Nachweis der sehr seltenen und bedrohten Mopsfledermaus sowie des Großen Abendseglers, der besonders häufig an Windenergieanlagen zu Tode kommt. Die europäische UNEP/EUROBATS schreibt in ihrem Leitfaden zur Berücksichtigung von Fledermäusen bei Windenergieprojekten: „Windenergieanlagen sollten in der Regel weder in Waldgebieten noch innerhalb eines Abstandes von 200 m zum Waldrand errichtet werden, da an solchen Standorten die Risiken für alle Fledermausarten hoch sind."
Luchs und Wildkatze
Ein gerissenes Reh deutet auf das Vorkommen des Luchses im Bereich Rödeser Berg hin. Die Funddokumente wurden dem Arbeitskreis Hessenluchs vorgelegt, der den Fund als C-Beleg in seine Statistik aufgenommen hat. Es wurden außerdem Spuren gesichtet, die auf das Vorkommen der Wildkatze hindeuten.
naturschutzpolitische Auswirkungen
Trotz der schon früh vorgetragenen Bedenken gegen die Windkraftplanung am Rödeser Berg wird seit mehr als 2 Jahren von den Stadtwerken Wolfhagen an dem Projekt festgehalten. Mögliche Alternativstandorte werden u.a. mit dem Argument des geringeren Ertrages abgelehnt. Zahlreiche weitere Firmen haben ein Interesse an diesem Projekt, wie z.B. iset/iwes (Winderforschung über Waldflächen) oder wdp think energy (ähnliches Projekt bei Arolsen). Daher ist davon auszugehen, dass der Druck auf Waldflächen in Zukunft deutlich steigt und auch in naturschutzfachlich wertvolle Flächen vorgedrungen wird. Durch den inzwischen hohen Bekanntheitsgrad der Wolfhager Problematik wird von vielen eine richtungsweisende Entscheidung für ähnliche Projekte angenommen.
Fazit
1. Der an Windrädern überproportional oft zu Tode kommende Rotmilan hat am Rödeser Berg eine dreifach höhere Dichte als irn hessischen Durchschnitt.
2. Der seltene Schwarzstorch nutzt das benachbarte Erpetal als Nahrungsgewässer. Die Luftlinie zu seinem Horst würde von den Windenergieanlagen zerschnitten.
3. Der Kranichzug findet über dem Rödeser Berg statt. Dabei Hegen die Flughöhen teilweise auf Kollisionskurs mit den Anlagenhöhen.
4. Zahlreiche weitere seltene Vogelarten besiedeln das Gebiet und wären durch den Bau und Betrieb der Anlagen beeinträchtigt.
5. Die durch Windräder in Wäldern besonders bedrohten Fledermausarten wie Großer Abendsegler kommen im Gebiet vor, darüber hinaus weitere sehr seltene und bedrohte Arten wie die Mopsfledermaus.
6. Die Anwendung der avifaunistisehen Klassifizierung nach Bernshausen et al. fuhrt zur höchsten Stufe 4 und damit zum Ausschluß der Windenergienutzung an diesem Standort.
7. Beobachtungen machen das Vorkommen von Wildkatze und Luchs wahrscheinlich und unterstreichen die naturschutzfachliche Wertigkeit des Gebietes.
8. Obere Naturschutzbehörde und Staatliche Vogelschutzwarte haben ihre Bedenken gegenüber der Windkraftplanung am Rödeser Berg mehrfach und deutlich geäußert.
9. Dem von den Stadtwerken Wolfhagen bestellten Gutachter sind zahlreiche Fehler und Unterlassungen unterlaufen, was die Verwertbarkeit der Gutachten in Frage stellt.
10. Es ist zu befurchten, dass eine Bebauung des Rödeser Berges zu einem Dammbruch auf bewaldete Kuppenlagen fuhrt und damit das verstärkte Eindringen von Windkraftanlagen in naturschutzfachlich hochwertige Lebensräume vorbereitet wird.
Günter Herbold
In der Öffentlichkeit wird das Wolfhager Konzept zum Bürgerwindpark zum Teil nicht richtig dargestellt. Hier wird suggeriert, das Ziel sei nur durch den Bau von 5 zusätzlichen 180 m hohen Windkraftanlagen in einem der wertvollsten Wälder auf dem "Rödeser Berg" im Naturpark Habichtswald möglich.
Wesentlich einfacher und nachhaltiger ist eine Modernisierung der 11 kleinen Wolfhager Windkraftanlagen. Würde man diese auf das Niveau der geplanten 180 m hohen Windräder bringen, erzeugen diese 11 Windräder ca. 48 Mio. kW/h Strom. Weitere Flächen sind an dieser Stelle im Regionalplan festgesetzt worden.
Rechnet man noch die zusätzlichen Erträge aus den anderen Erneuerbaren Energien hinzu, kann Wolfhagen dort effektiver und nachhaltiger auf einen Schlag Energie-autark werden.
Zur Bürgerbeteiligung benötigen wir keine separate Gesellschaft, da wir ja Stadtwerke haben, an denen alle Bürger/-innen bereits beteiligt sind - egal, welche Einkommen sie haben!! Anstelle eine Neubaus von 5 Windrädern sollten sich die Stadtwerke an der Modernisierung der 11 Anlagen beteiligen. Damit wäre dann auch der bereits seit zwei Jahren andauernde Protest der überwiegenden Anzahl der Wolfhager Bürger einschließlich der Wolfhager GRÜNEN erledigt. In der HNA haben die Leser/-innen mit Zweidrittelmehrheit gegen die Windräder auf dem Rödeser Berg gestimmt. In einer Woche lagen 2.000 Unterschriften vor und mittlerweile sind auch die Obere und Untere Naturschutzbehörde, der NABU Hessen, die Hessische Vogelschutzwarte und der BUND Bezirksverband gegen die Windräder an diesem Standort. Seitens des Regierungspräsidiums wird aber auf Zeit gespielt. Hofft man dort, dass die Hessische Landesregierung den Natur- und Umweltschutz lockert ? Der Rödeser Berg erfüllt die höchste Schutzstufe bezüglich gefährdeter Tierarten.
Nach der Gesetzesänderung spielt das dann keine Rolle mehr.
Einen Überblick über die Stromerzeugung mit EE-Anlagen für 2009 findet man auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel, Recht&Verfahren, Regionalplan Nordhessen, Downloads unter:
http://www.rp-kassel.hessen.de/irj/RPKS_Internet?cid=9c5dfe903f7855fc089f7f2f017f9eb0.
Leider sind neben den 4 ältesten Anlagen die 7 neuen Wolfhager Anlagen unter Bad Emstal aufgeführt. Von den 17.600 kW gehören daher 5.600 kW zusätzlich in die Spalte Wolfhagen.
Günter Rückner
Die BI begrüßt die Gründung des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) als einen konstruktiven Beitrag von unabhängigen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie die Bürgermeisterkandidatur von Carsten Röhl! Losgelöst von parteipolitischen Zwängen sollen ökonomische, ökologische und soziale Verbesserungen in der Politik der Stadt Wolfhagen und ihrer Ortsteile geleistet werden.
Quelle: HNA
HNA_Gründung Bündins Wolfhager Bürger (BWB)
Außerdem freut sich die BI, dass sich der neu gegründete Wolfhager Ortsverband der Grünen klar gegen die Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg ausspricht und sich nachhaltig für Mensch, Tier und Natur im Wolfhager Raum einsetzen will.
Quelle: HNA
HNA_Gruene_Wolfhagen_Ortsverband.pdf
Der NABU Hessen spricht sich klar gegen Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg aus. Er nennt Wolfhagen sogar als ein Beispiel für eine Fehlplanung im Bereich der Windenergie!
Er betont, dass biologische Artenvielfalt und der Ausbau von erneuerbaren Energien gleichrangige Ziele sind. Diese Position wird von der BI ausdrücklich unterstützt!
Auf HNA-Online ist am 23.08.2010 zu lesen: „Der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Ausbau erneuerbarer Energien sind gleichrangige Ziele einer nachhaltigen Entwicklung Hessens“, so der Nabu-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai. Neben Vorranggebieten für Windkraft müsse es deshalb auch Vorranggebiete für den Erhalt der heimischen Natur geben.
Der Klimaschutz und die Beendigung der „Risikotechnologie Atomkraft“ erforderten eine Energiewende, so Mai. Wenn das Land Hessen den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahre 2020 auf 20 Prozent steigern wolle, werde es ohne eine Verdoppelung oder Verdreifachung der bisher errichteten 600 hessischen Windkraftanlagen nicht gehen. Es komme aber darauf an, den Ausbau der Windkraft naturverträglich zu gestalten.
Mai: „Es kann nicht sein, dass Windkraftanlagen vermehrt in Gebieten aufgestellt werden, die überregional für den Schutz von Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäusen von großer Bedeutung sind.“ Als Beispiele für „Fehlplanungen im Bereich der Windenergie“ nennt Mai unter anderem Windkraftanlagen bei Wolfhagen. Der Rödeser Berg, auf dem fünf Großanlagen geplant sind, müsse wegen seiner überregionalen Bedeutung für den Rotmilan „freigehalten“ werden.
Quelle: http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/wolfhagen/nabu-roedeser-berg-freihalten-889597.html
Die Pressemitteilung und das Positionspapier des NABU können Sie hier lesen:
Windkraft_NABU-Position_Pressemitteilung.pdf
Positionspapier_Windenergie_8-2010.pdf
Am Sonntag, 21.03.2010, trafen sich zu einem Waldbegang am Rödeser Berg in etwa so viele Gegner wie Befürworter ein. Die Befürworter des Windparks konnten erneut keine stichhaltigen Argumente für das geplante Vorhaben am Rödeser Berg darlegen. Stattdessen gab es altbekannte Wiederholungen, die von dem Aussagegehalt mehr als irritierten.
Auf der Veranstaltung von "Pro Wind" waren abweichende Meinungen nicht gefragt. Zur so genannten Diskussion im Dorfgemeinschaftshaus Nothfelden wurden nur auf Kärtchen geschriebene Fragen zugelassen. Richtigstellungen wurden ebenso zensiert wie bestimmte Formulierungen.
Erfreulich war aus unserer Sicht, dass die Infostände der BI "Keine Windräder in unseren Wäldern" sehr gut besucht wurden. Noch erfreulicher war, dass die BI aufgrund des durchschaubaren Theaterstücks von "Pro Wind" viele neue Mitstreiter gewinnen konnte, die bereits beim letzten BI-Treffen konstruktiv mitarbeiteten.
Seit über dreißig Jahren beschäftige ich mich nun in Forschung und Lehre mit der Frage, wie Natur- und Landschaftsschutz einerseits und die Erfordernisse der Industriegesellschaft andererseits in einem der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt in Einklang gebracht werden können.
Als in vielen Projekten engagierter Ökologe kann ich zu der seit Weihnachten seitens der städtischen Parlamentarier laufenden Zeitungs-Kampagne nicht länger schweigen. Denn hier wird der Versuch unternommen, die Bevölkerung widerspruchslos auf den geplanten massiven Eingriff in ein naturnahes Waldgebiet mit Hilfe von Allgemeinplätzen, skurrilen Argumenten und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten von teilweise selbsternannten „Experten“ einzustimmen.
Letzte Woche ging es um die dort lebenden seltenen Tierarten. Es gäbe „eine Reihe von Begehungen, Untersuchungen und Gutachten“, die die Belanglosigkeit des Windpark-Projektes für die Lebewesen bezeugen würden. Wirklich gerne hätte ich Ergebnisse einer seriösen Erfassung der am Rödeser Berg lebenden Geschöpfe einmal gesehen. Stattdessen stützen sich die „Informationen“ der Parlamentsfraktionen immer wieder auf Herrn Ratzbor, dessen lukratives Geschäftsmodell es ist, Eingriffe in Natur- und Landschaft im Sinne der Verursacher naturschutzfachlich für unbedenklich zu erklären. Die Hoffnung auf Verhinderung der Fehlplanung gründet sich also allein auf die Beurteilung und Standhaftigkeit unabhängiger Fachleute und auf den Widerstand in der Bevölkerung.
Die Stellungnahmen der den Naturschutzgesetzen verpflichteten staatlichen Naturschutzbehörden in Frage zu stellen, ist verwegen. Immerhin werden die ins Feld geführten seltenen Arten Rotmilan, Schwarzstorch, Wespenbussard sowie Luchs und Wildkatze nacheinander scheinbar abgearbeitet und der geplante Eingriff natürlich als für alle Arten völlig bedeutungslos eingestuft. Eine Aussage, wo nach Meinung des Parlamentes ein Windpark aus Naturschutzgründen nicht möglich ist, würde mich sehr interessieren, da es in Hessen wohl kaum Orte mit einer spektakuläreren Artenausstattung geben dürfte. Neue Lebensräume für Kleintiere entstünden auf den Schotterflächen um die Windräder, ist zu lesen. Diese kann man ja in Istha jederzeit besichtigen!
Ich hätte mir vor Jahren nicht träumen lassen, den Uhu nachts zu hören, beim Spaziergang auf einen Schwarzstorch treffen zu können, Spuren von Wildkatze und Luchs zu finden. Allesamt Arten, die sich nach ihrer Vertreibung vor einem Jahrhundert vor unseren Haustüren wieder langsam einfinden. Aber nicht überall, sondern wie um den Rödeser Berg nur in unzerschnittenen, beruhigten Bereichen. Damit wäre es beim Bau und, was oft vergessen wird, beim ganz normalen Betrieb bei Tag und bei Nacht vorbei. Gönnen wir unseren Mitgeschöpfen ihren Lebensraum, sind wir stolz auf ihre Nachbarschaft und vermeiden wir die weitere Spaltung der Bevölkerung.
Dr. Horst Koenies
Die BI fordert alle städtischen Entscheidungsträger auf, die Planung für die Errichtung eines über 180 m hohen Riesenwindparks am Rödeser Berg einzustellen. Ein solcher Eingriff stellt eine der größten Landschafts-verschandelungen und Naturzerstörungen derletzten Jahrzehnte im Wolfhager Land dar. Vielmehr sollte die Stadt Wolfhagen den Versuch unternehmen, zusammen mit den Nachbarkommunen eine Fläche für die Errichtung eines interkommunalen Windparks auf einer geeigneten gewerblich oder industriell vorgeschädigten Fläche zu suchen. Bei der Umsetzung muss die betroffene Bevölkerung unbedingt in entscheidungsrelevanter Weise einbezogen werden.
Über 2.000 Einsprüche gegen Riesenwindräder am Rödeser Berg
Am 18.12.08 überreichten Vertreter der Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land „KEINE WINDRÄDER IN UNSEREN WÄLDERN“ beim Regierungspräsidium Kassel die bis dahin gesammelten Einsprüche gegen die Riesenwindräder am Röderser Berg. Zusammen mit den bereits eingegangenen Einsprüchen wurden so innerhalb von weniger als 10 Tagen über 2.000 Einsprüche gegen die Pläne der Stadt Wolfhagen eingereicht, mitten im Wald über 180 Meter hohe Riesenwindräder zu errichten. Die BI bedankt sich bei allen, die unseren Forderungen mit ihren Einsprüchen Nachdruck verliehen haben!
Ortstermin weckt Zweifel
Bei einem Ortstermin am 27.12.08 wurde augenfällig, wie groß der zu erwartende Kahlschlag am Rödeser Berg sein würde. Auf Nachfragen seitens der BI, musste Herr Rühl (Stadtwerke Wolfhagen) einräumen, dass im erheblichem Umfang ein völlig intaktes, weitgehend Natur belassenes Waldgebiet, mit einem über 100jährigen Eichen-Mischwald den Baumassnahmen geopfert werden müsste.
Daten - Fakten - Argumente
Die über 180 m hohen Windräder werden mit grell blitzenden Signalleuchten ausgestattet. Nachts wird der Rödeser Berg durch die rote Befeuerung einer Einflugschneise gleichen. Dieser optische Hausfriedensbruch wird in fast allen Teilen des Wolfhager Landes und sogar darüber hinaus für Unruhe sorgen. Einen erheblichen Anteil an den Naturzerstörungen werden die Zuwegungen verursachen. Die bisher widersprüchlichen Aussagen der Stadtwerke Wolfhagen lassen völlig offen, wie die über 45 m langen Schwerlasttransporter auf den Rödeser Berg gelangen sollen. Die bisherigen Aussagen des derzeitigen Geschäftsführers der Stadtwerke Wolfhagen basieren auf wenig belastbaren Daten Die Wind- und Ertragsprognosen, sowie die Kostenberechnung der Zuwegung sind unzureichend und widersprüchlich. Der „Premium-Standort“ eines Windrades ist wegen Planungsfehlern nicht realisierbar.
Der äußerst scheue Schwarzstorch, der nach hundertjähriger Abwesenheit zum Rödeser Berg zurückkehrte, wäre durch die Errichtung von Windrädern extrem gefährdet und würde wieder aus unserer Region vertrieben. Mehrere bedrohte und unter Schutz stehende Fledermausarten leben am Rödeser Berg. Diesen Tieren platzen die Lungen, wenn sie nur in die Nähe von rotierenden Windrädern kommen. Weitere bedrohte Arten (Greifvögel z.B. Rotmilan) würden ihren Lebensraum verlieren. Über den Rödeser Berg ziehen zudem alljährlich zahlreiche Zugvögel (z.B. Kraniche).
Der notwendige Ausbau regenerativer Energie in unserer Region darf nicht dazu führen, dass jede Kommune dazu übergeht, bewaldete Kuppen mit Riesenwindrädern zu bebauen. Wir würden unsere wunderschöne nordhessische Mittelgebirgslandschaft, unsere Heimat!, nicht mehr wieder erkennen. Ökologisch verschleiertes Profitdenken darf nicht zum Ausverkauf unseres Wolfhager Landes führen.
Fazit:
Keine Windräder in unseren Wäldern!
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Die BI trifft sich am Mittwoch, 08.02.2012, um 20:00 Uhr in der Gaststätte Hornschuh in...
"Aus der Ferne gesehen drehen sie sich langsam und friedlich. Und die sollen Vögel und...
Lesen Sie den Artikel in der HNA vom 30.01.2012 zu den Windkraftplänen in Hofgeismar.
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Mittlerweile sind im Bereich des im Bau befindlichen Windmessmastens und der geplanten...
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