Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land - Keine Windkraft in unseren Wäldern

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bürgerinitative (BI) Wolfhager Land "Keine Windkraft in unsern Wäldern" ist kein Gegner der Windenergie. Aber Standorte für regenerativer Energie müssen auch sozialen und ökologischen Kriterien entsprechen und nicht nur wirtschaftlichen.

Gründung des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB)

Die BI begrüßt die Gründung des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) als einen
konstruktiven Beitrag von unabhängigen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie die Bürgermeisterkandidatur von Carsten Röhl!
Losgelöst von parteipolitischen Zwängen sollen ökonomische, ökologische und
soziale Verbesserungen in der Politik der Stadt Wolfhagen und ihrer
Ortsteile geleistet werden.

Quelle: HNA

HNA_Gründung Bündins Wolfhager Bürger (BWB)

 

NABU Hessen: Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg sind eine Fehlplanung

Der NABU Hessen spricht sich klar gegen Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg aus. Er nennt Wolfhagen sogar als ein Beispiel für eine Fehlplanung im Bereich der Windenergie!
Er  betont, dass biologische Artenvielfalt und der Ausbau von erneuerbaren Energien gleichrangige Ziele sind. Diese Position wird von der BI ausdrücklich unterstützt! 

Auf HNA-Online ist am 23.08.2010 zu lesen: „Der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Ausbau erneuerbarer Energien sind gleichrangige Ziele einer nachhaltigen Entwicklung Hessens“, so der Nabu-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai. Neben Vorranggebieten für Windkraft müsse es deshalb auch Vorranggebiete für den Erhalt der heimischen Natur geben.

Der Klimaschutz und die Beendigung der „Risikotechnologie Atomkraft“ erforderten eine Energiewende, so Mai. Wenn das Land Hessen den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahre 2020 auf 20 Prozent steigern wolle, werde es ohne eine Verdoppelung oder Verdreifachung der bisher errichteten 600 hessischen Windkraftanlagen nicht gehen. Es komme aber darauf an, den Ausbau der Windkraft naturverträglich zu gestalten.

Mai: „Es kann nicht sein, dass Windkraftanlagen vermehrt in Gebieten aufgestellt werden, die überregional für den Schutz von Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäusen von großer Bedeutung sind.“ Als Beispiele für „Fehlplanungen im Bereich der Windenergie“ nennt Mai unter anderem Windkraftanlagen bei Wolfhagen. Der Rödeser Berg, auf dem fünf Großanlagen geplant sind, müsse wegen seiner überregionalen Bedeutung für den Rotmilan „freigehalten“ werden.

Quelle: http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/wolfhagen/nabu-roedeser-berg-freihalten-889597.html

Die Pressemitteilung und das Positionspapier des NABU können Sie hier lesen:

Windkraft_NABU-Position_Pressemitteilung.pdf

Positionspapier_Windenergie_8-2010.pdf

 

Waldbegang brachte neue Mitstreiter

Am Sonntag, 21.03.2010, trafen sich zu einem Waldbegang am Rödeser Berg in etwa so viele Gegner wie Befürworter ein. Die Befürworter des Windparks konnten erneut keine stichhaltigen Argumente für das geplante Vorhaben am Rödeser Berg darlegen. Stattdessen gab es altbekannte Wiederholungen, die von dem Aussagegehalt mehr als irritierten.

Auf der Veranstaltung von "Pro Wind" waren abweichende Meinungen nicht gefragt. Zur so genannten Diskussion im Dorfgemeinschaftshaus Nothfelden wurden nur auf Kärtchen geschriebene Fragen zugelassen. Richtigstellungen wurden ebenso zensiert wie bestimmte Formulierungen.

Erfreulich war aus unserer Sicht, dass die Infostände der BI "Keine Windräder in unseren Wäldern" sehr gut besucht wurden. Noch erfreulicher war, dass die BI aufgrund des durchschaubaren Theaterstücks von "Pro Wind" viele neue Mitstreiter gewinnen konnte, die bereits beim letzten BI-Treffen konstruktiv mitarbeiteten.


Leserbrief zum Wolfhager Stadtanzeiger: Unsachliche Bürgerinformation

Seit über dreißig Jahren beschäftige ich mich nun in Forschung und Lehre mit der Frage, wie Natur- und Landschaftsschutz einerseits und die Erfordernisse der Industriegesellschaft andererseits in einem der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt in Einklang gebracht werden können.

Als in vielen Projekten engagierter Ökologe kann ich zu der seit Weihnachten seitens der städtischen Parlamentarier laufenden Zeitungs-Kampagne  nicht länger schweigen. Denn hier wird der Versuch unternommen, die Bevölkerung widerspruchslos auf den geplanten massiven Eingriff in ein naturnahes Waldgebiet mit Hilfe von Allgemeinplätzen, skurrilen Argumenten und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten von teilweise selbsternannten „Experten“ einzustimmen.

Letzte Woche ging es um die dort lebenden seltenen Tierarten. Es gäbe „eine Reihe von Begehungen, Untersuchungen und Gutachten“, die die Belanglosigkeit des Windpark-Projektes für die Lebewesen bezeugen würden. Wirklich gerne hätte ich Ergebnisse einer seriösen Erfassung der am Rödeser Berg lebenden Geschöpfe einmal gesehen. Stattdessen stützen sich die „Informationen“ der Parlamentsfraktionen immer wieder auf Herrn Ratzbor, dessen lukratives Geschäftsmodell es ist, Eingriffe in Natur- und Landschaft im Sinne der Verursacher naturschutzfachlich für unbedenklich zu erklären. Die Hoffnung auf Verhinderung der Fehlplanung gründet sich also allein auf die Beurteilung und Standhaftigkeit unabhängiger Fachleute und auf den Widerstand in der Bevölkerung. 

Die Stellungnahmen der den Naturschutzgesetzen verpflichteten staatlichen Naturschutzbehörden in Frage zu stellen, ist verwegen. Immerhin werden die ins Feld geführten seltenen Arten Rotmilan, Schwarzstorch, Wespenbussard sowie Luchs und Wildkatze nacheinander scheinbar abgearbeitet und der geplante Eingriff natürlich als für alle Arten völlig bedeutungslos eingestuft. Eine Aussage, wo nach Meinung des Parlamentes ein Windpark aus Naturschutzgründen nicht möglich ist, würde mich sehr interessieren, da es in Hessen wohl kaum Orte mit einer spektakuläreren Artenausstattung geben dürfte. Neue Lebensräume für Kleintiere entstünden auf den Schotterflächen um die Windräder, ist zu lesen. Diese kann man ja in Istha jederzeit besichtigen!

Ich hätte mir vor Jahren nicht träumen lassen, den Uhu nachts zu hören, beim Spaziergang auf einen Schwarzstorch treffen zu können, Spuren von Wildkatze und Luchs zu finden. Allesamt Arten, die sich nach ihrer Vertreibung vor einem Jahrhundert vor unseren Haustüren wieder langsam einfinden. Aber nicht überall, sondern wie um den Rödeser Berg nur in unzerschnittenen, beruhigten Bereichen. Damit wäre es beim Bau und, was oft vergessen wird, beim ganz normalen Betrieb bei Tag und bei Nacht vorbei. Gönnen wir unseren Mitgeschöpfen ihren Lebensraum, sind wir stolz auf ihre Nachbarschaft und vermeiden wir die weitere Spaltung der Bevölkerung.

Dr. Horst Koenies


BI fordert Umdenken

Die BI fordert alle städtischen Entscheidungsträger auf, die Planung für die Errichtung eines über 180 m hohen Riesenwindparks am Rödeser Berg einzustellen. Ein solcher Eingriff stellt eine der größten Landschafts-verschandelungen und Naturzerstörungen derletzten Jahrzehnte im Wolfhager Land dar. Vielmehr sollte die Stadt Wolfhagen den Versuch unternehmen, zusammen mit den Nachbarkommunen eine Fläche für die Errichtung eines interkommunalen Windparks auf einer geeigneten gewerblich oder industriell vorgeschädigten Fläche zu suchen. Bei der Umsetzung muss die betroffene Bevölkerung unbedingt in entscheidungsrelevanter Weise einbezogen werden.

Über 2.000 Einsprüche gegen Riesenwindräder am Rödeser Berg
Am 18.12.08 überreichten Vertreter der Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land „KEINE WINDRÄDER IN UNSEREN WÄLDERN“ beim Regierungspräsidium Kassel die bis dahin gesammelten Einsprüche gegen die Riesenwindräder am Röderser Berg. Zusammen mit den bereits eingegangenen Einsprüchen wurden so innerhalb von weniger als 10 Tagen über 2.000 Einsprüche gegen die Pläne der Stadt Wolfhagen eingereicht, mitten im Wald über 180 Meter hohe Riesenwindräder zu errichten. Die BI bedankt sich bei allen, die unseren Forderungen mit ihren Einsprüchen Nachdruck verliehen haben!

Ortstermin weckt Zweifel
Bei einem Ortstermin am 27.12.08 wurde augenfällig, wie groß der zu erwartende Kahlschlag am Rödeser Berg sein würde. Auf Nachfragen seitens der BI, musste Herr Rühl (Stadtwerke Wolfhagen) einräumen, dass im erheblichem Umfang ein völlig intaktes, weitgehend Natur belassenes Waldgebiet, mit einem über 100jährigen Eichen-Mischwald den Baumassnahmen geopfert werden müsste.

Daten - Fakten - Argumente
Die über 180 m hohen Windräder werden mit grell blitzenden Signalleuchten ausgestattet. Nachts wird der Rödeser Berg durch die rote Befeuerung einer Einflugschneise gleichen. Dieser optische Hausfriedensbruch wird in fast allen Teilen des Wolfhager Landes und sogar darüber hinaus für Unruhe sorgen. Einen erheblichen Anteil an den Naturzerstörungen werden die Zuwegungen verursachen. Die bisher widersprüchlichen Aussagen der Stadtwerke Wolfhagen lassen völlig offen, wie die über 45 m langen Schwerlasttransporter auf den Rödeser Berg gelangen sollen. Die bisherigen Aussagen des derzeitigen Geschäftsführers der Stadtwerke Wolfhagen basieren auf wenig belastbaren Daten Die Wind- und Ertragsprognosen, sowie die Kostenberechnung der Zuwegung sind unzureichend und widersprüchlich. Der „Premium-Standort“ eines Windrades ist wegen Planungsfehlern nicht realisierbar.
Der äußerst scheue Schwarzstorch, der nach hundertjähriger Abwesenheit zum Rödeser Berg zurückkehrte, wäre durch die Errichtung von Windrädern extrem gefährdet und würde wieder aus unserer Region vertrieben. Mehrere bedrohte und unter Schutz stehende Fledermausarten leben am Rödeser Berg. Diesen Tieren platzen die Lungen, wenn sie nur in die Nähe von rotierenden Windrädern kommen. Weitere bedrohte Arten (Greifvögel z.B. Rotmilan) würden ihren Lebensraum verlieren. Über den Rödeser Berg ziehen zudem alljährlich zahlreiche Zugvögel (z.B. Kraniche).
Der notwendige Ausbau regenerativer Energie in unserer Region darf nicht dazu führen, dass jede Kommune dazu übergeht, bewaldete Kuppen mit Riesenwindrädern zu bebauen. Wir würden unsere wunderschöne nordhessische Mittelgebirgslandschaft, unsere Heimat!, nicht mehr wieder erkennen. Ökologisch verschleiertes Profitdenken darf nicht zum Ausverkauf unseres Wolfhager Landes führen.

Fazit:

Keine Windräder in unseren Wäldern!

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Aktuelles

Nächstes BI Treffen

 BI Treffen,  Do 09.09.2010, ab 20:00 Uhr Gaststätte "Elsinger Hof"...

Neue Pressemitteilung der BI Wolfhager Land „Keine Windräder in unseren Wäldern“

Jetzt soll der Windmessmast mit 200m Höhe auf dem Rödeser Berg gebaut werden!

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Wussten Sie schon?

Jäger gegen Rotoren im Wald

Bericht aus der Fachzeitschrift "Hessenjäger" (Ausgabe 08/2010, S. 20)

Jäger gegen Rotoren auf Rödeser Berg

Der Kreisjagdverein Wolfhagen ist gegen die Bebauung des Rödeser Berges mit Windkraftanlagen und...